Büroaussichten

Keine Ahnung, wie es momentan im Rest der Schweiz aussieht. Downtown Ämmital schneit es und das nicht zu knapp. Liegt ja schliesslich auch auf 750 m.ü.M. Hier ein paar Schneeflocken für alle, die im Grünen sitzen… ;-)

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Messegeplauder

Geschafft! Eine lange Woche ist überstanden. Mit einem Aufbautag und fünf Tagen Messe. Am Anfang noch fit und ausgeschlafen, hat das mit zunehmender Messedauer rapide abgenommen. Der Tagesablauf hat sich während der Woche auf das Wesentlichste reduziert: Aufstehen, zwei Stunden mit dem Auto im Stau stehen, zehn Stunden an der Messe, nach Hause fahren und neun Stunden schlafen. Hätte nie gedacht, dass das so anstrengend ist. Das Rumstehen und -gehen macht mir überhaupt nichts aus. Aber der permanent hohe Geräuschpegel und die ganzen Gespräche während des Tages rädern einem.

Dazu natürlich die wunderbaren Verpflegungsmöglichkeiten während einer Messe. Wenn man nicht Fan von Raclette oder Bratwurst ist, wird es schwierig. Bei mir war die ganze Woche Birchermüesli, Suppe und Salat angesagt. Eine Cola habe ich mir zwischendurch mal gegönnt. Ein einziges Mal. Weil ich kein zweites Mal bereit war, für ein 0.5l Pet Fläschli 5.20 Franken auf den Tresen zu legen.

Das Sprichwort “Es gibt keine böden Fragen, nur blöde Antworten” wurde während der Woche auf eine harte Probe gestellt. Glaubt mir, es gibt blöde Fragen, zuhauf, in unendlicher Menge… Darauf  nicht pampig zu antworten, verlangt einem zwischendurch einen grossen Grad an Selbstbeherrschung ab.

An Messen wird geklaut. Was das Zeug hält. In der Firma wurde ich komisch beäugt, da ich ein ganzes Palett Dekomaterial gepackt hatte. Wenn nicht, wir hätten am zweiten Tag keine Deko mehr auf dem Stand gehabt. Ich staune, was die Leute offenbar alles für  zuhause gebrauchen können.

Der Umgang mit Medienvertretern ist auch immer erbaulich. Die meisten Journalisten sind zarte Pflänzchen. Vor allem Mimosen sind dabei in grosser Zahl vertreten. Ist eine spezielle Situation. Man möchte in den Magazinen ja mit den eigenen Produkten vertreten sein. Und die Journis wollen natürlich Anzeigenplatz verkaufen. Ein Geben und ein Nehmen…

In knapp 24 Stunden habe ich jetzt 16 Stunden geschlafen. Und um etwaigen Kommentaren zuvor zu kommen: Nein, es ist nicht das Alter… Das Wort Messe muss mir im nächsten halben Jahr niemand in den Mund nehmen. Da verzichte ich dankend.

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Blogpause

Für diese Woche klinke ich mich aus dem Blogschreiben aus. Zwangsweise. Denn berufshalber bin ich die ganze Woche an einer Messe eingespannt. Rund zehn Stunden am Tag. Dazu noch eine knapp stündige Hin- und Heimfahrt. Und das noch für die kommenden fünf Tage. Mit schmerzenden Füsse und gähnen vor lauter Müdigkeit lässt sich nichts Sinnvolles mehr in die Tasten hauen.  In diesem Sinn: Bis in einer Woche wieder an dieser Stelle ;-)

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Sprachlos

Mich über andere Verkehrsteilnehmer aufzuregen, habe ich mir abgewöhnt. Bringt nichts und stiehlt mir bloss Zeit, wenn ich Gedanken an so jemanden verschwende. Heute Abend gelingt mir das jedoch nicht.

Ich fahre zugegebenermassen mit dem Auto gerne fliessend und zwischendurch auch etwas zügig. Aber immer im Bereich, dass ich nicht in Gefahr laufe, zwangsweise mit dem öffentlichen Verkehr auf die Arbeit pendeln zu müssen. Wo ich mich jedoch peinlich genau an die gesetzlich vorgeschriebene Geschwindigkeit halte, ist innerorts. Und das beim Eindunkeln oder schlechter Witterung mit besonderer Aufmerksamkeit. Wenn Kinder in Sicht sind, dann noch etwas langsamer und mit erhöhter Bremsbereitschaft. Und gegenüber Fussgängern am Zebrastreifen verhalte ich mich auch korrekt.

Aber scheinbar gibt es Verkehrsteilnehmer, deren Hirn nicht im Kopf, sondern anderswo angesiedelt sein muss. Anders kann ich mir das Erlebte nicht erklären. Auf der Heimfahrt bei uns im Dorf habe ich einen Fussgänger gesehen, der gewartet hat, um den Zebrastreifen zu überqueren. Ich bremse ab und halte an. Als ich zum Stillstand gekommen bin, fängt der Fussgänger an, den Streifen zu überqueren. Hinter mir sehe ich ein Auto aufschliessen. Keine Ahnung, was der sich gedacht hat, warum ich mit meinem Auto wohl auf einer Hauptstrasse anhalte. Aber offenbar hat ihm das nicht gepasst. Denn der Vollidiot schwenkt plötzlich nach links und überholt mich. Innerorts. Vor einem signalisierten Zebrastreifen. Und vor mir der Fussgänger, der vor meinem Auto schon fast vorbeigelaufen ist. Das hat nur noch wusch gemacht, das Auto war vorbei, der Fussgänger hält abrupt an und schaut mich entgeistert an. Ich in etwa gleich entgeistert den Fussgänger. So schnell, wie das ganze abgelaufen ist, hatte ich  null Chance zu reagieren. Viel hätte nicht gefehlt und es wäre ein äusserst böser Unfall passiert.

Ich mag mich nicht fragen, was so jemand überlegt. Eine solche Rücksichtslosigkeit macht mich sprachlos. Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn der Fussgänger bereits einen Schritt weiter gewesen wäre.

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Gratisertüchtigung

Heutige Packliste:

19’600 Produktekarten, 500 Broschüren, 30 Ordner, 200 Hängeregistraturmappen, 2’500 Blatt weisses Papier, 3’000 Blatt farbiges Papier, 3 Farbstiftschachteln, 5 Schachteln Gummeli, 5 Schachteln Pinnwandnadeln, Bücher, Taschenbücher, Schreibmaterial, 7 Säcke Dekomaterial, 13 Kilogramm Schokolade, 200 Getränkebecher, Servietten, Abfallsäcke und unzähliges weiteres Kleinzeugs.

Richtig geraten, wir gehen mit der Firma an eine Messe. Ganze fünf Tage. Das Ganze läuft unter Infrastruktur für den Messestand. Macht Spass, so viel Ware auf drei Stockwerken zusammen zu suchen und dann sauber auf drei Paletten zu verstauen. Ins Fitness brauche ich heute auf jeden Fall nicht mehr gehen. Gewicht habe ich mehr als genug gestemmt.

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