Verenaschlucht

Verenaschlucht

Verenaschlucht

Ich mag den trüben Herbst. Und den trüben Herbst in der Verenaschlucht und der Einsiedelei mag ich besonders. Und den trüben Herbst in der Verenaschlucht und der Einsiedelei ganz für mich alleine mag ich am allermeisten. Es heisst ja, diese Schlucht sei ein Kraftort. Keine Ahnung, ich interessiere mich nicht für Dinge, die sich zwischen Himmel und Erde abspielen. Aber eine besondere Stimmung kann man diesem Ort definitiv nicht absprechen. Die Stadt scheint weit weg und höchstens das leise Gebimmel der Kapelle ist zwischendurch auf den verwunschenen Wegen wahrnehmbar.

Einsiedelei

Einsiedelei

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Letzte Pässetour der Saison

Räterichsbodensee

Räterichsbodensee

Die Wetterprognosen Anfang Woche waren verlockend, um nochmals eine Tour über die Alpen zu machen, bevor der Winter dann schon wieder Einzug hält. Temperaturmässig war auf den Pässen am Nachmittag um die 7 Grad angesagt, dazu Sonne mit leichter Bewölkung.

Prognose und Realität können bekannterweise voneinander abweichen bzw. ich weiss nicht, was Meteorologen zwischendurch so rauchen, wenn sie eine Prognose vom Stapel lassen. Und so war es dann auch. Angedacht war ein kleines Pässekarussell über Grimsel, Furka und Susten. In Meiringen habe ich wie üblich meine Möhre vollgetankt und dann mit Blick auf die wolkenverhangenen Gipfel beschlossen, vorsorglich eine Softshelljacke unter die Jacke anzuziehen, den Fleecekragen zu montieren und die dicken Winterhandschuhe hervorzukramen. Das war eine gute Entscheidung.

In Innertkirchen  war es anstelle von angekündigten 16 nur noch 9 Grad warm und es hatte schon etwas dunklere Wolken am Himmel. Dank guter Bekleidung und Griffheizung am Motorrad war aber auch das noch kein Grund zur Umkehr. Also weiter, die schönen Kurven Richtung Grimsel hoch. In Guttannen war das Thermometer dann bis auf 6 Grad gefallen. Die Strassen trocken, freie Sicht, also munter weiter in die Höhe. Die freie Sicht hielt dann allerdings nur noch die nächsten paar Minuten an.

Am Räterichsbodensee machte ich dann eine kleine Pause. Ich war mir nicht sicher, ob sich nur mein Visier beschlagen hatte oder ob es tatsächlich so neblig war. Es war neblig, Sichtweite ging noch einigermassen, die Temperaturen so bei 2 Grad Celsius. Die Stimmung am Stausee mythisch mit den sich rasch bewegenden Wolkenfeldern und Nebelbänken. Umkehren oder weiterfahren? Könnte ja wenigstens noch schauen gehen, wie das Wetter auf dem Grimselpass ist. Vielleicht lichtet sich dort der Nebel und auf der Südseite findet sich die im Wetterbericht angekündigte Sonne. Ehm, meine Hoffnung verflog rasch, weil da links und rechts der Strasse plötzlich so weisses Zeug lag – der erste Schnee der Saison. Auf der Passhöhe hatte sich die Sichtweite auf weniger als 10 Meter verkürzt und die Temperatur war auf 1 Grad gefallen. Da mag ich nicht für einen Kaffee in der Beiz die ganze Kleidermontur ablegen und dann wieder anziehen. Also kurz noch einen Rundblick Richtung Totensee gemacht, die Möhre wieder angeworfen und auf gleichem Weg heim zu, wie ich gekommen war.

Arrivederci liebe Alpenpässe – bis nächsten Frühsommer dann wieder!

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Jura-Abendrunde

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Bei dieser Abendstimmung auf den Jurahöhen und dem Lichtband, welches Eiger, Mönch und Jungfrau beleuchtet, braucht es nicht viele Worte. Einfach schön.

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Auf dem Pilatus

Bei den momentanen hochsommerlichen Temperaturen gibt es eigentlich nichts Angenehmeres, als in die Höhe der Berge zu entfliehen. Heute war ich zum ersten Mal auf dem Pilatus. Wir haben die Fahrt von Alpnachstad aus mit der Zahnradbahn gewählt – mit maximal 48% Steigung die steilste Zahnradbahn der Welt.

Ausgangsort in Alpnachstad

Ausgangsort in Alpnachstad

Innerhalb von 40 Minuten erreicht man so mit Zwischenhalt auf der Ämsigenalp auf eindrückliche Weise die Station Pilatus Kulm auf rund 2’100 Metern über Meer. Unglaublich, welche Ingenieurskunst in dieser steilen Bergstrecke steckt.

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Blick auf Pilatus Kulm

Blick auf Pilatus Kulm

Oben angekommen, tun sich einem atemberaubende Blicke in alle Himmelsrichtungen auf:

Restaurant Pilatus Kulm

Restaurant Pilatus Kulm

Gipfelkreuz auf dem Oberhaupt

Gipfelkreuz auf dem Oberhaupt

Panorama Richtung Norden

Panorama Richtung Norden

Blick Richtung Vierwaldstättersee

Blick Richtung Vierwaldstättersee

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Ämmitau Tour

Heute bin ich mit dem Töff im Emmental vornehmlich Strecken gefahren, die mir bislang unbekannt waren. Na ja, was heisst unbekannt. Die Ortschaften kannte ich alle, teils vom durchfahren, teils vom Wandern her. Aber meist wusste ich nicht, dass diese kleinen Pässe/Querungungen so befahrbar sind. Da war das eine oder andere Bijou dabei.

Bei Aebersold

Die Stecke von Linden über Aebersold nach Oberhünigen bietet schöne Rundblicke auf die Voralpen und Richtung Jura. Die Strasse weist angenehme Steigungen und schöne Kurven auf. Keine Heizerstrecke, aber wer will das schon bei dieser Landschaft. Etwas offroad Gefühl kommt bei der Waldabfahrt auf Naturstrassen von Aebersold runter nach Oberhünigen auf. Aber dieser Streckenabschnitt ist bei angepasstem Tempo mit jeder Maschine machbar.

Weiter ging es nach Zäziwil, Bowil, übers Chuderhüsi runter nach Röthenbach. Einen Foto-Pflichtstopp lege ich immer beim malerischen Würzbrunnen Kirchlein ein.

Würzbrunnen Kirchlein

Würzbrunnen Kirchlein

Bei Eggiwil bin ich dann Richtung Blapbach abgebogen – bislang bin ich dort immer geradeaus Richtung Signau gefahren. Die schmale Strasse windet sich langsam vom Talboden in sanften Kurven in die Höhe. Angekommen im Blapbach, dem höchsten Punkt, bietet sich einem eine atemberaubende Sicht aufs Emmental und Napfbergland. Vom Blapbach bin ich dann runter Richung Trubschachen.

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Bei Blapbach

Anstatt von Trubschachen die langweilige Strasse Richtung Langnau und Burgdorf zu nehmen, bin ich im Gohl auf die Lüderenalp abgebogen. Diese Strecke war strassentechnisch kein Genuss. Zwar wurden sämtliche bestehenden Löcher ausgebessert und  asphaltiert, aber es wurde auch äusserst grosszügig Rollsplit auf der Strasse verteilt. Der Abschnitt von der Lüderen runter nach Wasen ist und bleibt allerdings eine Rumpelpiste.

Weiter ging es über die Fritzenfluh. In Eriswil bin ich Richtung Ahorn/Luthern abgebogen. Kurz vor Luthern bin ich dann nach Hergiswil/LU (jawohl, im Kanton Luzern gibt es auch ein Hergiswil) abgebogen und bis nach Willisau gefahren. Die Kurven und Hügel im Napfbergland mag ich sehr. Von Willisau aus bin ich dann quer durch die Pampa wieder retour an den Jurasüdfuss gefahren. Angenehme Temperaturen, null Verkehr, spannende Strassen und atemberaubende Aussichten – sowas nenne ich eine anständige Töfftour 🙂

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